14.10.2019
Bürgermeisterkandidat gewählt

Freie Wähler-Ortsverband wählte Armin Haushahn einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten.

Authentisch und bodenständig

Mit diesen Worten charakterisierte Landrat Armin Kroder die Rede und die Person Armin Haushahn aus Waizenfeld. 

Anlass für die Rede des Landrates war die Nominierungsversammlung der Freien Wähler, Ortsverband Pommelsbrunn, zur Wahl des 1. Bürgermeisters.  Der Nebenraum des Café Jakobsklause in Eschenbach füllte sich zusehends. Die 1. Vorsitzende, Doris Ertel, wechselte sich bei der Begrüßung der Gäste mit der 3. Bürgermeisterin von Pommelsbrunn, Gabi Bleisteiner, ab. Neben den Mitgliedern des Ortsverbandes waren auch Vertreter der Freien Wähler aus den Nachbargebieten, aktive und ehemalige Gemeinderäte, interessierte Zuhörer, der Landrat und natürlich nicht zuletzt der Bürgermeister-Kandidat nach Eschenbach gekommen. Die Formalitäten mit der Wahl des Versammlungsleiters und des Wahlausschusses war schnell abgehandelt. Einstimmig wurden dazu Werner Wolter, Markus Flemming und Michael Vahldiek gewählt. Als Wahlbeaftragte wurden Erwin Bleisteiner und als Stellvertreter Klaus Göttler einstimmig gewählt. Auch die geheime Wahl des Bewerbers Armin Haushahn für die Bürgermeisterwahl war fast ein Selbstläufer. Es gab keinen weiteren Bewerber. Achtzehn Stimmberechtigte wählten, achtzehn Stimmen erhielt Haushahn. Werner Wollte dankte für die Eindeutigkeit und freute sich auf einen sachlichen und fairen Wahlkampf.

Der 1982 in Nürnberg geborene und in Waizenfeld aufgewachsene Haushahn stellte sich und seinen beruflichen Werdegang vor. Der Sozialversicherungsfachangestellte ist bereits in einigen Ehrenämtern tätig und ist Mitglied in vielen örtlichen Vereinen. Außerdem ist er seit Februar 2019 zum Beauftragten der Gemeinde Pommelsbrunn für die Belange von Menschen mit Behinderung ernannt worden. Er ist verheiratet mit seiner Frau Kerstin und Vater von zwei Kindern. Er sprach von der eingetretenen Behinderung der Tochter, die seine Sichtweite auf viele Dinge verändert habe. Er habe gelernt Probleme zu erkennen sowie Lösungen dafür zu suchen und zu finden, auch im Team. Als Motivation für seine Kandidatur sagte er: „Mein Herz schlägt für die Gemeinde. Durch die Ehrenämter bin ich im ständigen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ich kenne ihre Sorgen und Ängste, aber auch ihre Wünsche.“ Bewährtes zu erhalten und wo nötig zu perfektionieren, habe er sich vorgenommen. Bei diversen Themen wie zum Beispiel Energieinitiative, Wasser/Abwasser, Senioren/Kinder, Vereinsleben, Landwirtschaft, oder Kommunale Infrastruktur sprach er   verschiedene OptImierungsmöglichkeiten an. Bei allem habe für ihn Priorität: „Die Transparenz soll und muss an oberster Stelle stehen.“ Er endete seine Bewerbungsrede mit einem Zitat von Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Kräftiger Applaus folgte seiner Rede.

Landrat Armin Kroder knüpfte an seine Rede an und antworte mit einem Zitat von Adolph Freiherr Knigge:“ „Sei ernsthaft, bescheiden, höflich, ruhig, wahrhaftig. Rede nicht zuviel. Und nie von Dingen, wovon Du nichts weißt.“ Unter diesem Aspekt fand er die Person und die Rede des Bewerbers authentisch und bodenständig.  Er wünschte ihm und seiner Frau starke Nerven in allem, was ihnen nun in den nächsten Wochen und Monaten des Wahlkampfes begegnen könnte. Auch er wünschte sich in Pommelsbrunn und überall in der Region einen fairen und freundlichen Wahlkampf. Besonders erfreut zeigte er sich über die gute Frauenquote in dem Pommelsbrunner Ortsverband und die Führungsfunktionen der Frauen.

Text Marita Münster